Morgen beginnt schon wieder eine neue Woche, der Mai ist auch bald wieder vorbei und es sind wieder so einige Dinge in der Welt passiert, die nicht einfach so an Euch vorbeigehen sollten? Viel Spaß beim Lesen
An manchen Tagen scheint sich in der Welt nichts zu regen, alles läuft in seinen normalen und bekannten Bahnen und alles scheint in Ordnung zu sein. Doch die Probleme sind immer noch da, wenn auch im Hintergrund, nur ist eben gerade keine oder besser gesagt noch keine Lösung in Sicht. So auch im Golf von Mexiko. Da dachte man, dass mit der gebauten Haube wenigstens ein Ölbohrloch zu schließen wäre und bei Erfolg dieselbe Lösung für die anderen zwei Bohrlöcher am Grunde des Meeresbodens angewendet werden kann, aber nun muss der Eigentümer der gesunkenen Ölplattform BP nach weiteren Möglichkeiten suchen und sich noch mehr Vorwürfe anhören und sich auf eine noch größere Umweltkatastrophe gefasst machen. Jetzt sind also andere Mittel an der Reihe: Chemikalien – wäre da Erdöl, das sowieso in der Natur „produziert“ wird, fast nicht besser? Ein Thema um das sich Umweltschützer/ -behörden gerade streiten.; Stoffe jeglicher Art, die nun die Löcher verstopfen sollen (BP hätte da Autoreifen, Plastikwürfel, verknotete Kabel und sogar Golfbälle im Angebot). Dabei geht es ja nicht um irgendein Loch im Boden, das eben mal zugemacht werden muss, sondern um eine Erdöl sprudelnde Öffnung im Meer, die neben den gefährdeten Tieren und Pflanzen, auch den Fischern die Existenz raubt. Schnelle Entscheidungen wären hier wohl angebracht? Anders in Nordrhein-Westfalen. Wie letzt schon berichtet fanden Wahlen statt, die Ergebnisse sind bekannt, CDU 0,4 % mehr Stimmen als die SPD. Die große Frage lautet jetzt: Wer mit wem in der Koalition? Aber in NRW wird sich Zeit gelassen bei der Entscheidung um die Koalitionsfrage, damit auch alles wohl überlegt ist. Da sich die FDP gleich verabschiedet hat und so zu einer Koalition nicht mehr zur Verfügung steht, kommen nicht mehr viele Variationen in Frage. Entweder CDU/SPD oder Grüne/SPD/LINKE ? letztere Wohl eine etwas gewöhnungsbedürftige Kombination bei den herrschenden Interessensgegensätzen zwischen LINKE und SPD. Frau Merkel wäre zumindest eine Vertretung der CDU in NRW nach den Wahlniederlagen sehr recht und nach den ständigen Konflikten in Berlin zwischen CDU und FDP (Guido Westerwelle).Konflikte gab es auch in anderen Teilen der Welt, neben der Suche nach Problemlösungen bei uns und im Golf von Mexiko, suchen auch die Menschen in Bangkok nach einer friedlichen Lösung. Doch dort geht es nicht um Parteienbildung oder um Umweltkatastropheneindämmung, sondern um die Verhinderung eines Bürgerkrieges. Der sonst so idyllische und von Touristen sehr beliebte Reiseort gleicht im Moment eher den Zuständen in Afghanistan. 25 Menschen sind schon gestorben und circa 170 durch die gewaltsamen Straßenkämpfe verletzt. Die so genannten Rothemden versuchen das Parlament zu stürzen um so die Regierung des letzten gestürzten Regierungschefs Thaksin Shinawatra wieder auf erleben zu lassen. Gewalt hin oder her, klar ist, dass eine friedliche Lösung kaum möglich ist und dass die Bevölkerung unzufrieden ist. Veränderungen und Kompromisse wären hier wohl angebracht, obwohl asiatische Regierungen ja nicht gerade bekannt sind für ihren Demokratiesinn und ihre Kompromissbereitschaft. Aber damit nicht nur schlechte Nachrichten verbreitet werden und der Mensch auch etwas Schönes braucht, gibt es zum Schluss noch etwas Erfreuliches. Nämlich die Passionsspiele von und in Oberammergau. Vielleicht nicht für jeden das Richtige so ein ziemlich lange dauerndes (um die 6 Stunden) Theater, das die Leidensgeschichte in den letzten Tagen von Jesus nachspielt. Das Besondere ist aber nicht die ungewöhnlich hohe Zahl an Mitwirkenden, die sich auf circa 2400 Menschen beläuft, oder dass die männlichen Darsteller ein Jahr bevor die Premiere uraufgeführt wird, sich nicht mehr die Haare und den Bart schneiden dürfen, sondern dass die Passionsspiele nur alle 10 Jahre aufgeführt werden und dass sie um das Jahr 1633 seinen Anfang nahm. Obwohl solch ein Theater also vielleicht nicht für jeden Geschmack etwas ist und besonders die Religion nicht jeden brennend interessiert, ist es trotzdem ein Spektakel dass viel Arbeit und Mühe voraussetzt – dementsprechend hoch sind auch die Preise für eine Karte. Aber wem es das Geld wert ist und wer sich nicht zu schade ist auch bei den momentan etwas tiefen Temperaturen draußen in der Kälte zu sitzen, für den ist es bestimmt eine schöne Erfahrung und ein Erlebnis der etwas anderen Art.
